Auch in diesem Jahr hat in Heepen kein Schützenfest stattgefunden. Dennoch haben die Schützen mit einer kleinen Abordnung der Verstorbenen am Ehrenmal der zwei Weltkriege und der deutschen Soldaten, welche in Afghanistan ihr Leben verloren haben, gedacht.

„Es ist ein Moment der Stille und der Besinnung, der uns in unseren Gedanken anhalten lässt. Waren die letzten 15 Monate für uns nur durch Einschränkungen auf Grund der Corona Pandemie geprägt, gab es in vielen anderen Ländern Unruhen und Kriege. Wir leben in einer Demokratie, die uns trotz aller Einschränkungen der letzten Monate, freie Gedanken und Meinungsäußerungen garantiert.

Das ist in vielen Ländern der Welt nicht so. Schauen wir nach Afghanistan, wo sich Taliban jetzt Landstrich um Landstrich erobern. War der Einsatz der Bundeswehr in den letzten 20 Jahren umsonst? War der Einsatz unserer Freunde aus Augustdorf umsonst? Waren die toten Soldaten umsonst?

Ich sage, im Angesicht dieses Denkmals, dieser Einsatz der Bundeswehr und auch jeglicher Einsatz gegen Unterdrückung und Gewaltherrschaft ist nie umsonst. Der Gedanke an Tote schmerzt, aber jeglicher Einsatz rettet auch Menschenleben.

Wir, als freie Menschen in einem freien Land, dürfen uns nicht zurücklehnen und müssen helfen, allen Menschen ein Leben in Freiheit zu ermöglichen.

Zu Ehren der Gefallenen Bürger aus Heepen, in Würdigung Ihres Einsatzes für unser Vaterland, und in Gedenken an die bei einem Auslandseinsatz in Afghanistan gefallenen Soldaten, legen wir einen Kranz am Ehrenmal nieder,“ so Oberst Klaus Sieweke in seiner Ansprache.